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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Lokmän, ein arab. Weiser, dessen Zeitalter sich nicht genau angeben läßt, der aber schon in den ältesten Sagen der Araber und im Koran erwähnt wird. Er ist berühmt wegen seiner großen Weisheit und seines langen Lebens. Die Sage macht ihn bald zum König von Jemen, bald zum Propheten unter den Aditen, bald zum mißgestalteten abessin. Sklaven. Seinen Namen führt eine Sammlung arab. Fabeln, die sicher griech. Ursprungs sind und, wahrscheinlich durch eine syr. übersetzung vermittelt, gegen das Ende des Mittelalters bei den Arabern bekannt wurden. Sie sind in einer fast modernen Sprache abgefaßt. Unter den neuern Ausgaben sind die von Freytag (Bonn 1823), Rödiger (1830), Schier (Dresd. 1831; 2. Aufl. 1839) und A. Cherbonneau(Par. 1846), sowie von Derenbourg (Berl. u. Lond. 1850) zu erwähnen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 156Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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