Luchet (Auguste), franz. Schriftsteller, geb. zu Paris 22. April 1806, gehörte unter der Juliregierung zu der äußersten demokratischen Partei, wurde in einem Preßprozeß zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und flüchtete nach der Insel Jersey, wo er fünf Jahre zubrachte. Die provisorische Regierung von 1848 ernannte ihn zum Gouverneur des Schlosses Fontainebleau. Später widmete er sich ausschließlich litterarischen Arbeiten und starb 9. März 1872. Er verfaßte Romane, Sittenschilderungen, autobiographische Arbeiten u. s. w. Zu erwähnen sind: Thadéus le Ressuscités (in Gemeinschaft mit Michel Masson, 2 Bde., 1831), Erère et sœur (1838), Le nom de famille (2 Bde., 1841), «Souvenirs de Fontainebleaup (1842), wieder abgedruckt in Le confessional de Marier (2 Bde., 1847), Le passe-partouty (2Bde., 1846), (L'éventail d'ivoirer (2 Bde., 1847), (Les mœurs d'aujourdhuip (1854) u. s. w. Auch schrieb er mehrere Dramen.