FeedLudwigshafen
VerkehrBrockhaus 1882

Ludwigshafen, Stadt im bayr. Regierungsbezirk Rheinpfalz, am linken Ufer des Rheins, Mannheim gegenüber und mit diesem durch eine Eisenbahnbrücke und eine Dampffähre verbunden, an der Pfälzischen Ludwigsbahn, war früher unter dem Namen Rheinschanze der Brückenkopf der ehemaligen Festung Mannheim, bis König Ludwig J. im April 1843 dem Ort den Namen L. erteilte, der 1859 zur Stadt erhoben wurde. Dieselbe zählte 1864 erst 3911, dagegen 1880 schon 15012 E., ist Sitz eines Amtsgerichts, eines Hauptzollamts, der Direktion der Pfälzischen Eisenbahnen, der Direktion der Bayrisch-Pfälzischen Dampfschleppschifffahrtsgesellschaft, einer Reichsbanknebenstelle, einer Filiale der königl. Bank in Nürnberg, und einer solchen der bayr. Notenbank in München, einer Handelskammer und hat eine schöne kath. Kirche von Hübsch und eine protestantische von Veit. Ein schönes Gebäude ist auch das Direktionsgebäude der Pfälzischen Eisenbahn von Neureuther. L. ist der bedeutendste Handelsplatz der Pfalz und hat einen Flußhafen, Fabriken für Anilin, Soda, Schwefelsäure, Alaun, Dünger, Leim, Kunstwolle, pharmaceutische Präparate, Ol, Weinstein, Waggons, Malz u. s. w., sowie stattliche Schiffswerfte, ein Dampfsägewerk und eine Aktienbrauerei. Hier fand 15. Juni 1849 ein Gefecht zwischen Preußen und Badensern statt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 237Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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