FeedLudwigskanal
VerkehrBrockhaus 1882

Ludwigskanal heißt der Kanal zur Verbindung der Donau mit dem Rhein. Schon Karl d. Gr. hatte die Idee, den Main durch die Altmühl mit der Donau zu verbinden, aber erst König Ludwig J. von Bayern verwirklichte dieselbe 1836—45 nach dem Entwurf des Oberbaurats von Pechmann. Der Kanal nimmt seinen Anfang bei Kelheim an der Donau, führt aus der schiffbar gemachten Altmühl aufwärts bis Dietfurt, dann gegen Norden über Nürnberg und längs der Regnitz nach Bamberg, von wo die Schiffahrt in den Main geht. Er erreicht seinen höchsten Punkt, 179,23 müber dem Mainspiegel und 59,73 m über dem Tuan bei Rieblingshof. Auf seiner Länge von 178 Km zählt der Kanal 100 Kammerschleusen, deren jede 45,28 m lang und 4,64 m breit ist und auf 33 m ein Zwischenthor hat, da die ganze Länge nur für die Bauholzschiffe benutzt werden soll. Der Kanal durchschneidet die Nürnberg-Fürther Eisenbahn und wird durch eine 43,8 melänge Brücke über die Pegnitz geleitet. Gegen Anschwellungen der Wassermasse ist er durch 100 Durchlässe geschützt; 12 Brücken jühren ihn über Flüsse und Bäche.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 237Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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