FeedLöwenorden
ReligionBrockhaus 1882

Löwenorden, Bezeichnung von vier Orden: 1) Der Orden vom Zähringer Löwen, vom Großherzog Karl Ludwig Friedrich von Baden 26. Dez. 1812 gestiftet, zerfällt in Großkreuze, Kommandeure erster und zweiter Klasse und Ritter. Das Ordenszeichen besteht in einem durch goldene Spangen zusammengehaltenen Kreuz von grünem Fluß, in dessen rundem Mittelschilde das Stammschloß Zähringen abgebildet ist. Das Band ist grün gewässert mit orangefarbener Einfassung. 2) Der Hausorden vom Goldenen Löwen wurde vom Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Kassel 14. Aug. 1770 gestiftet und bestand in einer Klasse, bis er 1. Jan. 1818 vom Kurfürsten Wilhelm J. in den Kurfürstlichen Wilhelmsorden mit vier Klassen verwandelt wurde. Nach der Einverleibung Hessens in Preußen und dem Tode des letzten Kurfürsten übernahm der Großherzog von Hessen durch Statut vom 6. Juni 1876 diesen Orden wieder in seiner ursprünglichen Benennung und Form als Hausorden. Das Ordenszeichen ist ein goldener Löwe inmitten eines ovalen goldenen Ringes mit der Aufschrift: Virtute et fidelitate, und wird am karmoisinroten Band von der rechten Schulter zur linken Hüfte getragen. 3) Nassauischer Hausorden vom Goldenen Löwen, vom Herzog Adolf von Nassau in Gemeinschaft mit dem König der Niederlande 8. Mai 1858 als Hausorden in einer Klasse gestiftet, besteht in einem weiß emaillierten achtspitzigen Kreuze, zwischen dessen Armen vier goldene Nerscheinen und dessen blau emailliertes Mittelfeld den nassauischen goldenen Löwen zeigt. Das Band ist orangefarben mit schmalen blauen Randstreifen. Nach der Einverleibung Nassaus durch Preußen ist dieser Orden durch Patent des Königs der Niederlande vom 13. März 1873 erweitert und zerfällt in Ritter der ersten, zweiten, dritten und vierten Klasse. 4) Der Orden vom Niederländischen Löwen ist 29. Sept. 1815 vom König Wilhelm J. der Niederlande gestiftet und besteht aus Großkreuzen, Kommandeuren und Rittern, deren Dekoration in einem weiß emaillierten Kreuze besteht, zwischen dessen Armen vier goldene Wund in dessen Mitte ein blauer Schild mit der Inschrift: Virtus nobilitat sich befindet. Das Kreuz wird von einer goldenen Königskrone überdeckt, das Band ist blau mit orangefarbener Einfassung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 201Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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