Lukaszewicz (Jos. von), poln. Historiker, geb. 30. Nov. 1797 zu Kromplewo unweit Posen, besuchte das posener Mariengymnasium und die Universität zu Krakau und wurde 1829 Bibliothekar der Raczynskischen Bibliothek in Posen, in welcher Stellung er bis 1852 verblieb. Auch gründete er daselbst mit dem Professor Poplinski eine poln. Buchhandlung und Buchdruckerei, desgleichen eine litterarische Zeitschrift: c&0rgdowniko und redigierteeine Volkszeitschrift: Prayjaciel luduo. Er veröffentlichte: «Histor. Nachricht über die Dissidenten in der Stadt Posen im 16. und 17. Jahrh.» (Pos. 1832; deutsch von Balitzki, Darmst. 1843), «über die Kirchen der Böhmischen Brüder im ehemaligen Großpoleny (Pos. 1835; deutsch von Fischer, Grätz 1877), „Geschichte der Kirchen des helvetischen Glaubensbekenntnisses in Litaueno (2 Bde., Pos. 1842; deutsch, Lpz. 1850), 4Geschichte des helvetischen Bekenntnisses in Kleinpolen (Pos. 1853), „Geschichte der Unterrichtsanstalten in Polen und Litauen (4 Bde., Pos. 1849—51), «Geschichtlichstatist. Beschreibung der Stadt Posen in ältern Zeiteno (2 Bde., Pos. 1838; deutsch von Tiesler, Pos. 1878) und „Geschichte aller kath. Kirchen in der ehemaligen posenschen Diöceses (3 Bde., Pos. 1858 —63). L. zog sich 1852 nach dem Dorfe Targoszyce bei Kobylin zurück, gab noch eine «Geschichte der Städte des Kreises Krotoschin (2 Bde., Pos. 1869) heraus und starb 18. Febr. 1872.