Luken heißen die rechtwinkelig in die Verdecke der Schiffe geschnittenen offnungen, welche dazu dienen, die Kommunikation zwischen den verschiedenen Horizontalräumen mit dem Oberdeck zu vermitteln. Zum Abhalten des Seewassers sind sie mit mehr oder minder hohen Schwellen (Lukensille) umgeben. Bei schlechtem Wetter werden sie mit hölzernen, etwas konver gebogenen Deckeln zugedeckt, wasserdichte geteerte Leinwand darübergezogen und festgenagelt oder gekeilt (geschalkt). Auf Handelsschiffen geschieht letzteres bei den L., welche zu den Ladungsräumen führen, sofort, wenn das Schiff in See geht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 249Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei