FeedMacedo (Padre José Agostinho de)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Macedo (Padre José Agostinho de), portug. Dichter, geb. 11. Sept. 1761 in Beja, trat 1778 als Augustinermönch in das Kloster Da Graga zu Lissabon, aus dem er aber 1792 ausgestoßen ward. Doch gestattete man ihm, als weltlicher Priester zu wirken; 1802 wurde er Hofprediger, 1812 Deputierter, 1830 Chronist des Usurpators Dom Miguel. Er starb 1831 in Pedrougos. Ein episches Gedicht Gama (1811; später um zwei Gesänge vermehrt als &0 Orienten, 1814) ist ein schwülstiges, rhetorisches, künstliches Machwerk. Sonst sind von seinen Dichtungen zu nennen: Newtono (1813), Meditaçao, Viagem extatica ao templo da Sabedoriao, Novo Argonautas (1825) und das komische Heldengedicht Os Burroso (1812). Unter seinen Prosaschriften zeichnen sich durch Witz und Satire derbster Art die Cartas a Manoel Mendes Fogaça und «As pateadaso aus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 304Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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