FeedMacedonius
ReligionBrockhaus 1882

Macedonius, Patriarch von Konstantinopel, ward als Kandidat der arianischen Partei 341 zum Bischof geweiht und 342 vom Kaiser mit militärischer Macht in die Hauptstadt eingeführt. Er mußte indes bald vor seinem orthodoxen Rivalen Paulus fliehen und konnte erst 350 zurückkehren. Als eifriger Wortführer der semiarianischen Partei wurde M. von einer Synode zu Konstantinopel 360 seines Amtes entsetzt und starb bald nachher. In und um Konstantinopel, in Thrazien und Kleinasien wurden hernach die Semiarianer nach ihm Macedonianer genannt. (gas (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 305Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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