Michael VIII. Paläologos, ein Heerführer des kaiferlichen Hauses Laskaris, benutzte die Unruhen, die nach des Kaisers Theodor II. Tode zu Magnesia gegen Muzalon, den Vormund des unmündigen Kaisers Negenticha IV., ausbrachen (im Aug. 1258), die Regentschaft in seine Hände zu nehmen; 1. Jan. 1259 wurde er dann zu Nicäa zum Mitkaiser erhoben. Glänzende Erfolge gegen die französischen und epirotischen Feinde der Byzantiner auf der Balkanhalbinsel und (25. Juli 1261) die Wiedergewinnung der alten, seit 1204 in franz. Händen befindliche Reichshauptstadt Konstantinopel machten es ihm möglich, den jungen Johannes IV. gänzlich beiseite zu schieben, den er zu Ende des Jahres 1261 auch noch blenden ließ. M. war der Stifter der letzten byzant. Dynastie, der der Paläologen, verteidigte das Reich mit Glück gegen die vielen Feinde, die dasselbe namentlich von dem Abendlande her bedrohten: unter denselben war der gefährlichste Karl von Anjou. M. starb 11. Dez. 1282. Sein Enkel, Michael IX., des Kaisers Andronikos III. Paläologos Sohn, starb noch als Kronprinz, 43 Jahre alt, 12. Okt. 1320, längere Zeit vor dem Tode seines Vaters. Ebenfalls zu den byzant. Herrschern zählen zwei Fürsten Angelos-Komnenos, die seit der Zerstörung des Reichs durch den latinischen Kreuzzug 1204 eine Rolle spielten. Michael U., ein illegitimer Vetter des Kaisers Alexios III., riß damals einen Teil der südl. Küstenländer an der Adria an sich und gründete das «Despotat Epirusov mit der Hauptstadt Arta, wo er sich bis zu seiner Ermordung (1214) behauptete. Im J. 1237 riß Michaels J. Bastard Konstantin, der sich nun Michael II. nannte, Korfu und Epirus ab und gründete eine neue Sonderherrschaft, die er lange gegen die Kaiser des Hauses Laskaris mit Erfolg verteidigte. Erst die Folgen der Niederlage bei Pelagonia 1259 nötigten ihn, dem Kaiser M. VIII. Paläologos 1265 zu huldigen. Er starb 1271.