Mafsia oder Monfia, eine 527 qkm große, zum Sultanat Zanzibar an der Ostseite Afrikas gehörige Insel, östlich von der Mündung des Lufidschi. Mafiose, s. unter Mafia. Mafra, Flecken mit (1878) 3021 E. in der portug. Provinz Estremadura, 28 km nordwestlich von Lissabon, unfern und 235 müber dem Meere, in dürrer Gegend, ist wegen des prächtigen Klostergebäudes berühmt, das König Johann V. infolge eines Gelübdes 1717 — 31 mit einem Aufwande von 20 Mill. Cruzados aufführen ließ. Der Baumeister desselben war ein Deutscher, Namens Friedr. Ludwig. In seiner viereckigen Form dem Escorial ähnlich, aber bei weitem umfangreicher (251 m lang und 221 mbreit), enthält es 866 Gemächer und 5200 Fenster. Die das Centrum einnehmende, aus Marmor erbaute Kirche ist 6m lang, im Kreuz 45 mebreit, mit 58 Statuen von carrarischem Marmor und vielen Kunstschätzen geschmückt, von einer imposanten Kuppel überwölbt und an der Hauptfaçade mit zwei 71 m hohen Glockentürmen versehen. Das eigentliche, früher dem Franziskanerorden gehörende Kloster, in welchem 1772 Joseph J. eine Klosterschule gegründet, enthält 300 gewölbte Zellen. Bei dem prachtvoll ausgestatteten königl. Palast (dem rechten Flügel) befinden sich große Gärten, Parkanlagen und Jagdgehege, im Park eine durch König Ferdinand gegründete Musterwirtschaft und in einem Teile des kolossalen Gebäudes selbst das Collegio militar für Heranbildung von Offizieren. Vgl. Murphys Prachtwerk „Travels in Portugab (Lond. 1795). Mafra, Negerstämme, s. unter Biafrab ai.