Magnesium, Magnium, Talcium (chem. Zeichen oder Symbol Mg, Atomgewicht 24, zweiwertig), ein metallisches Element, findet sich in der Natur in unerschöpflicher Menge, jedoch nie gediegen, sondern in den Mineralien Serpentin, Speckstein, Meerschaum, Magnesit, Dolomit, Carnallit, Kainit, Tachhydrit, Boracit u. s. w., im Meerwasser und wohl allen Mineralquellen, ferner in kleiner Menge in den Knochen und in den Pflanzen. Es wurde von Buff und Liebig zuerst aus seinen Verbindungen isoliert, dann von Bunsen in größern Mengen auf elektrischem Wege erhalten und gegen 1860 von H. Deville und Caron in den Kreis der industriellen Metalle eingeführt. Man stellt es gegenwärtig ganz analog dem Aluminium (. d.) durch Reduktion von Chlormagnesium mit Natrium dar. Es ist silberweiß, nicht sehr hart und läßt sich feilen, bohren, sägen und zu Blech auswalzen, es schmilzt bei 408 und siedet bei etwas über 1000 C. und kann daher überdestilliert werden. Das M. entzündet sich etwas oberhalb seines Schmelzpunktes und verbrennt mit blendend weißem Licht zu Magnesia. Sein spezifisches Gewicht ist 1,7. Vorderhand beschränkt sich die Anwendung des M. noch auf die des Magnesiumdrahts, der beim Verbrennen das