FeedMagnetoelektrische
TechnikBrockhaus 1882

Magnetoelektrische Maschinen heißen im allgemeinen Maschinen, in denen durch Arbeit und Magnetismus Clektricität erzeugt wird, zum Unterschied von den elektromagnetischen Maschinen, welche durch Aufwand von Elektricität und Magnetismus Arbeit liefern. Insbesondere aber bezeichnet man damit zum Unterschied von den dynamoelektrischen Maschinen (. d.) diejenigen Stromerzeuger, in denen zur Induktion der elektrischen Ströme entweder permanente Stahlmagnete, oder (wie jetzt allgemein üblich) Elektromagnete benutzt werden, welch letztere aber nicht wie nach dem dynamoelektrischen Prinzip durch die Arbeit der Maschine selbst, sondern mit Hilfe einer andern Stromquelle, einer galvanischen Batterie oder einer zweiten (magnet⸗,resp. dynamoelektrischen) Maschine hergestellt werden. (S. Elektrische Maschinen.) Magnetométer nennt man einen Magnetstab, welcher an ungedrehten Coconfäden oder an einem sehr feinen Drahte in horizontaler Lage, mithin in seinem Schwerpunkte aufgehängt ist und nach Gauß (1833) zur genauern Bestimmung der Deklination, d. h. der Abweichung der magnetischen Achse des Stabes (der Linie, die seine beiden Pole verbindet) von dem geogr. Meridian, sowie durch Kombination geeigneter Versuche zur Messung der Intensität des Erdmagnetismus dient. Der Magnetstab trägt senkrecht zur magnetischen Achse einen Planspiegel, und seine Stellung gegen den geogr. Meridian wird mittels eines Fernrohrs durch das gespiegelte Bild eines vor dem Spiegel in der Entfernung von mehrern Metern aufgestellten eingeteilten Millimetermaßstabes bestimmt. (S. Galvanometer.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 344Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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