Mahe, franz. Hafenort an der Südwestküste von Vorderindien, der mit einem Gebiet von 59 qkm, außer von der See, allenthalben von brit. Grundgebiete des Distrikts Malabar der Präsidentschaft Madras eingeschlossen ist. M., ein kleiner, aber sauberer und zierlich gebauter Ort in angenehmer Lage an einem kleinen von den Westlichen Ghats entspringenden Flusse, der aber für tiefgehende Boote weit landeinwärts befahrbar ist, hat eine den Karmelitern gehörende Kirche und eine Missionsanstalt und zählt (1879) 7672 E. M. wurde 1779 von den Engländern zerstört und 1793 in Besitz genommen, 1815 aber an Frankreich zurückgegeben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 349Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei