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HimmelskundeBrockhaus 1882

Mai (lat. Majus, von Maja, der Mutter des Merkur), der Wiesen⸗, Gras⸗, Blüten⸗, Rosen⸗ oder Wonnemonat, ist der fünfte Monat des Jahres und hat 31 Tage. Er ist der zweite Frühlingsmonat, und weil in ihm die Vegetation sich üppig entfaltet, die Wälder grün und vogelbelebt werden, viele Feld⸗- und Wiesenblumen in Blüte treten und die Temperatur an Milde zunimmt, hat er einen bessern Ruf erhalten, als er in der Wirklichkeit verdient. Denn der M. bringt gewöhnlich mehr schlechtes als gutes Wetter, und vor den drei Sommerwächtern Pancratius, Servatius und Bonifacius (12., 13. und 14. Mai, in einigen Gegenden auch der 11. [Mamertus!], 12. und 13. Mai) ist in Mitteleuropa nicht mit Sicherheit auf Verschwinden der Fröste zu rechnen. Während der ersten zwei Drittel des Monats steht die Sonne im Zeichen des Stiers, während des letzten in dem der Zwillinge. Vgl. Bezold, «Die Kälterückfälle im M. (Münch. 1882).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 354Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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