Makäme (arab.) bezeichnet ursprünglich Sitzung, dann aber auch gewisse, bei den Arabern gebräuchliche litterarische Zusammenkünfte, in denen Einzelne durch improvisierte Darstellungen, insbesondere durch Erzählungen aus dem Stegreif die Zuhörer unterhielten. Später bildete sich für dergleichen Darstellungen ein eigener Kunststil aus, welcher seinem Hauptteile nach in einer Prosa besteht, deren einzelne Sätze miteinander reimen, und mit der zahlreich eingestreute wirkliche Verse vermischt sind. Hamadäni war der erste, der 400 novellenartige Erzählungen unter dem Titel Makämäto zusammenstellte; ihn übertraf Hariri (s. d.), dessen M. namentlich Friedrich Rückert (s. d.) nachgebildet hat. Am meisten wurde diese Kunstform von den jüd. Dichtern des Mittelalters nachgeahmt, besonders von Charisi, sowie von dessen Zeitgenossen Immanuel Rumi, dessen Machberoto zu den bedeutendsten Produkten der neuhebr. Poesie gehören. Diese Art der Dichtung ist noch heute bei den Arabern beliebt. Unter den neuern Gedichten dieser Gattung sind namentlich die M. des Philologen Nassif-Efendi, eine Nachahmung der M. des Hariri, zu erwähnen. Dieselben erschienen unter dem Titel «Kitab madshma al-bahrain (Beirut 1856).