Manganspat, ein rhomboödrisches, mit Kalkspat isomorphes Mineral, bei welchem der Polkantenwinkel des gewöhnlich ausgebildeten Spal—⸗ tungsrhomböders 107“ mißt, von rosenroter oder himbeerroter Farbe; meistens bildet es Drusen aus sattelförmig oder linsenförmig gekrümmten Krystallen. Chemisch ist es kohlensaures Manganoxydul, MnuCo,, doch enthalten viele Vorkommnisse Beimischungen der Carbonate von Kalk und Magnesia. Erwärmte Salzsäure bewirkt unter starkem Brausen rasche Lösung. Die schönsten Varietäten finden sich zu Oberneisen und Diez in Nassau, Vieille in den Pyrenäen, Kapnik in Siebenbürgen (Himbeerspat).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 408Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei