Manilius (Marcus), röm. Dichter, wahrscheinlich aus der Zeit des Augustus, ist der Verfasser eines nicht vollständigen astron. LehrgedichtscAstronomicav in fünf Büchern, das nach dem Vorgange des Aratus aus Soli in ziemlich reiner Sprache und einfacher, aber schwerfälliger Darstellung über die Gestirne und deren Einfluß auf die menschlichen Schicksale handelt und einzelne wahrhaft poetische Schilderungen enthält. Dasselbe wurde nach seiner ersten Bekanntmachung (Nürnb. 1472) namentlich von Scaliger (Par. 1579; Leid. 1600) und Bentley (Lond. 1739) bearbeitet und von Pingré mit franz. Übersetzung (2 Bde., Par. 1786) und Jacob (Berl. 1846) herausgegeben. Vgl. Jacob, De Manilio poetay (4 Bde., Lüb. 1830—36).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 412Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei