FeedMarbach (Oswald)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Marbach (Oswald), Schriftsteller, geb. 13. April 18109 in Jauer, studierte zu Breslau und Halle Philosophie, habilitierte sich 1832 zu Leipzig, wurde 1845 Professor der Philosophie daselbst, war 1848 —51 Redacteur der Leipziger Zeitunge und übernahm 1852 die Leitung der Versicherungsgesellschaft Teutonia. Es erschienen von ihm „Gnomen⸗ (Liegn. 1832), 4&Gedichtes (unter dem Pfeudonym Silesius Minor, Lpz. 1836; 2. Aufl. 1838), Volksbüchern (Lpz. 1838 fg., in 34 Bdchn.), „Buch der Lieber (Gedichte, Lpz. 1839), Die Dioskuren Novelle, 2 Bde., Lpz. 1840), der Sonettenteno (Lpz. 1846), Dramaturgische Blättero (Heft 1 u. 2, Lpz. 1866), Das Halljahr Deutschlandso (Berl. 1870), sowie eine Reihe dramatischer Werke und Bearbeitungen von Werken des Sophokles, Aristophanes und Shakspeare. Sein Sohn, Hans M., geb. 21. Jan. 1841 zu Leipzig, studierte in Tübingen, Berlin und Leipzig, lebte dann in Genf, München, Paris und Berlin, seit 1872 in Leipzig, wo er 1880 — 84 die Wissenschaftliche Beilage der „Leipziger Zeitungo redigierte. Er veröffentlichte Gedichte (Berl. 1869), die Dramen «Timoleono (1869), Marius in Minturnäv (Lpz. 1875), (Lorenzino von Mediciv (Lpz. 1875) und Novellen: Auf Irrwegenv (1880).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 431Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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