Maria von Ägyypten, eine Heilige der kath. Kirche, der die Griechen den 1. April, die Abendländer den 9. April geweiht haben. Nach der Legende hat sie in ihrer Jugend ein ausschweifendes Leben geführt, danach schloß sie einem zuge nach Jerusalem zum Feste der Kreuzeserhöhung sich an, durfte auf die Fürbitte der Mutter Gottes das anfangs um ihrer Sünden willen ihr unnahbare Kreuz Christi berühren und wird durch die Berührung bekehrt. Sie bringt 47 J. lang als Büßerin in der Wüste jenseit des Jordan zu. Hier findet sie der fromme Abt Zosimas, der sie mit seinem Pallium bekleidet, ihr das Jahr darauf das Abendmahl reicht und sie nach ihrem Tode mit Hilfe eines Löwen bestattet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 445Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei