Marie Luise von Orléans, Königin von Spanien, geb. 27. März 1662 zu Paris, Tochter des Herzogs Philipp von Orléans und der Henriette von England, ward nach dem Tode der Mutter am Hof von Versailles erzogen und 18. Nov. 1679 mit dem König Karl II. von Spanien vermählt. Als Französin von der österr. Partei mit Haß und Argwohn verfolgt, verlebte hier M. zehn traurige Jahre, bis sie am 10. Febr. 1689 ein plötzliches Ende überraschte, das ihre Anhänger als Vergiftung durch ihre Feinde, ganz wie den Tod ihrer Mutter, deuteten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 451Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei