Mas (Maes, Mes, Mace, Massa, Mehs), kleines ostind. und chines. Gewicht für Edelsteine, von 2,5 bis 3,s g; auch Rechnungsmünze von verschiedenem Wert (9 Pfennige bis 1,2 Mark). „Masaccio (d. h. der unbehülfliche Thomas), eigentlich Tommaso Guidi, toscan. Maler, 21. Dez. 1401 zu San-Giovanni in Valdarno geboren. Hauptgegenstand seiner Studien waren die Werke des Brunelleschi und Donatello. Sein Leben brachte er meist in Rom und in Florenz zu und starb in ersterer Stadt 1428. Es sind nur wenige Staffeleibilder, sämtlich in Tempera gemalt, von ihm vorhanden; um so bedeutender, ja epochemachend sind seine Fresken, besonders diejenigen der Kapelle Brancacci in Carmine zu Florenz, aus der Geschichte des heil. Petrus. Hier zum ersten mal läßt sich eine völlige Emancipation von der typischen Strenge des frühern Mittelalters, eine Darstellung der Menschengestalt um ihrer eigenen Schönheit willen erkennen. Einzelne Gestalten sind bereits so frei komponiert, so edel aufgefaßt, daß sie für alle spätern Florentiner, ja für Rafael und Michel Angelo Vorbild blieben und durch das ganze 16. Jahrh. studiert wurden. Wie in der Modellierung des Nackten, begründete M. auch für die Drapierung einen neuen Stil, indem er dieselbe mehr den Körperformen folgen ließ.