Masada, eine von schroffen Abgründen umgebene Felsenfeste im Westen des Toten Meeres, welche von den Makkabäern Jonathan und Simon (wieder) gebaut, von Herodes d. Gr. erweitert und noch stärker befestigt wurde, ohne Zweifel identisch mit Baithbasi in der Wüste (1 Makk. 9, oe fg.) und der heutigen Ruine Es-Sebbeh auf einer hohen pyramidenförmigen, oben abgestumpften Klippe, welche, 5 km südlich vom Wadi Seyäl, steil vom Toten Meere aufsteigt. M. war die letzte der drei jüd. Festungen (Herodeum, Machärus, M.), welche nach der Zerstörung Jerusalems durch Titus den Römern 15. April 72 n. Chr. in die Hände fielen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 498Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei