Masson (Antoine), franz. Kupferstecher, geb. 1636 in Loury bei Orléans, gest. 30. Mai 1700 zu Paris. Man bewunderte an seinen Werken besonders die kunstvolle Art und Weise, wie er jeden Gegenstand seinem Charakter gemäß ausdrückte. Der berühmte Kupferstich: Christus mit den Jüngern in Emaus, nach Tizian, bekannt unter dem Namen «Das Tischtuch» (La nappe), weil der Künstler dieses Detail in seltener Vollkommenheit wiedergegeben, ist in der erwähnten Hinsicht ein Meisterstück. Das gedruckte Werk Mis beläuft sich auf 68 Blätter und besteht größtenteils aus Porträts, in welchen seine Meisterschaft am glänzendsten hervortritt. Die schönsten sind diejenigen, welche er nach Mignard ausführte. Auch stach er viele nach eigenen Zeichnungen. Unter seinen Porträts ist das von Charrier am lebensvollsten. Zu den vollkommensten Stücken gehören ferner das von Brisacier und das des Grafen Harcourt, von Sammlern der «Perlenjunker» (Le cadet à la perle) genannt.