FeedMatthäi (Joh. Friedr.)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Matthäi (Joh. Friedr.), Historien- und Porträtmaler, geb. in Meißen 4. März 1777, Sohn Johann Gottlob M.s (geb. 17. Juli 1754 zu Meißen, gest. 4. Juli 1832 zu Dresden), Bildhauers und nachmaligen Inspektors der Sammlung der Mengsschen Gipsabgüsse in Dresden, bildete sich auf der dresdener Akademie unter Casanova und in Wien und ging dann nach Italien. Infolge mehrerer Gemälde, die er nach Dresden sandte (darunter 1807 die Ermordung des Ägisthus und die Kopie der Grablegung Christi von Rafael), erhielt er 1809 den Ruf als Professor an die Malerakademie zu Dresden. Später wurde er erster Inspektor der königl. Gemäldegalerie und erhielt den Titel eines Direktors. Er starb zu Wien 23.Okt. 1845. Sein Bruder, Ernst Gottlieb M., geb. 1779 zu Meißen, bildete sich in Rom zum Bildhauer aus, wo er 1806 ein treffliches Basrelief in Gips: Iris, wie sie dem Priamus als Trösterin erscheint, lieferte. Er starb 19. März 1842 als Direktor des zoolog. Museums und Inspektor am Museum der Mengsschen Gipsabgüsse zu Dresden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 525Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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