Menon (Jacques Francois, Baron de), franz. General, geb. 1750 zu Boussay in Touraine, war 1781 bereits Maréchal-de-Camp. Vom Adel seiner Provinz 1789 zum Abgeordneten der Generalstaaten erwählt, schloß er sich dem Dritten Stande an und half zur Erhaltung des Throns den Klub der Feuillants stiften. Im J. 1792 befehligte er die Armee von Paris und kämpfte 1793 in der Vendée, wurde von Larochejacquelein entscheidend geschlagen und mußte sich auf Robespierres Anklage vor dem Konvent verteidigen, wobei ihm sein Verteidiger Barrore das Leben rettete. Bei der Erhebung der Vorstadt St.⸗Antoine im Mai 1795 gegen den Konvent bezwang er die Empörer an der Spitze der Linientruppen. An Bonapartes Zug nach Agypten nahm er als Divisionsgeneral teil. M. heiratete eine Agypterin, trat zum Islam über und nahm den Namen Abdallah Jakob Menou an. Nach Bonapartes Abreise und Klebers Ermordung übernahm er 1800 als ältester General den Oberbefehl, wurde von den Engländern unter Abercromby 21. Mai 1801 bei Alexandria geschlagen und mußte kapitulieren. Seine Truppen durften nach Frankreich zurückkehren. M. wurde dann Gouverneur von Piemont, später von Venedig und starb daselbst 13. Aug. 1810.