Messenhauser (Wenzel), bekannt durch seine Teilnahme an der wiener Revolution von 1848, geb. zu Proßnitz in Mähren 4. Jan. 1813, trat 1829 in die österr. Armee und kam bei Ausbruch der poln. Revolution von 1846 als Oberlieutenant nach Galizien. Bei Beginn der Revolution von 1848 ward er in das Comité zur Organisation der lemberger Nationalgarde gewählt, wurde dafür mit dreitägigem Arrest bestraft und erhielt seine Dienstentlassung. Nach dem 6. Okt. 1848 erhielt M. das Oberkommando über die wiener Nationalgarden. In dieser Stellung errichtete er Mobilgarden, organisierte ein Kriegsgericht und leitete die Verteidigung. Nach dem Einzuge der Truppen stellte sich M. 6. Nov. selbst, worauf er 16. Nov. in der Bastion des Stadtgrabens nächst dem Fischerthor standrechtlich erschossen wurde. M. hat auch mehrere Novellensammlungen veröffentlicht.