FeedMühlfeld (Eugen, Megerle vom)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Mühlfeld (Eugen, Megerle vom), österr. Parlamentarier, geb. in Wien 1810, studierte daselbst, lehrte einige Jahre als Docent an der wiener Universität und ließ sich als Advokat nieder, als welcher er bald einen großen Ruf erwarb. Im J. 1848 in das frankfurter Parlament gewählt, war er im großdeutschen Sinne, zumal im Verfassungsaus-f schuß, thätig und schied aus der Nationaldersammlung nach Annahme des Verfassungsentwurfs. Im J. 1861 wurde er in den niederösterr. Landtag f und in das Abgeordnetenhaus des Reichsrates als Deputierter der innern Stadt Wien gewählt. Als liberaler Centralist stand M., der Führer des großösterr. Klubs, in erster Reihe und glänzte als Redner bei Schaffung der Grundrechte und bei der Beratung der konfessionellen Gesetze. Er starb 24. Mai 1868.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 910Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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