Meßkette ist eine aus starkem Eisendraht gefertigte Kette, die früher zum Messen von Längen auf dem Felde sehr gebräuchlich war. Sie ist 20 m lang und besteht aus 50 em langen Gliedern mit Osen, die durch Ringe verbunden sind. Die ganzen Meter sind durch Messingringe von besonderer Form bezeichnet. Zu jeder M. gehören zwei Kettenstäbe, auf welche die Kette mit ihren Endringen aufgestreift wird. Mit den an den Enden angebrachten eisernen Spitzen werden die Stäbe am Anfang und Ende jeder Kettenlänge in die Erde gesteckt, nachdem sie in die mit Signalstangen bereits abgesteckte gerade Linie einvisiert sind. Ist dieses geschehen, so steckt der vordere Kettenträger an die Stelle des Kettenstabes einen eisernen Zeichenstab, den der hintere Kettenträger, nachdem er seinen Kettenstab an diese Stelle gebracht, auszieht und in einen Ring einhängt, um am Ende der Messung die Zahl der Kettenlängen abzuzählen. Die M. kann bei der Ungenauigkeit der damit ausgeführten Messungen nur in der niedern Vermessungskunst angewandt werden. In neuerer Zeit zieht man allgemein die aus Stahlblech gefertigten Meßbänder vor, welche etwa 2 em breit, 10 oder 20 m lang, in ganze, halbe Meter und in Deeimeter geteilt, an den Enden mit Ringen versehen sind, um sie wie die M. handhaben zu können. Zum Transport werden sie aufgerollt, sind handlicher und genauer als die M.