Mies (böhm. Stribro, d. h. Silber), Bergstadt im westl. Böhmen, am gleichnamigen Bache, der zur Beraun geht, Station der Linie Wien-Cger der Osterreichischen Staatsbahnen, ist Sitz einer Bezirkshauptmannschaft eines Bezirksgerichts und eines Revier-Bergamts, hat ein deutsches Obergymnasium und zählt (1880) 4179 E. deutscher Zunge. Die Stadt soll von Herzog Sobieslaw I. 1131 gegründet worden sein, der auch die reichen Silberminen daselbst eröffnete. Jetzt ist M. der Centralpunkt der böhm. Bleibergwerke; auch Steinkohlengruben sind in der Umgegend.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 704Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei