Miesmuschel (Mytilus) heißt eine Gattung zweischaliger Muscheln, die sich durch gleichklappige, keilförmige Form der Schale auszeichnet. Das Schloß, womit die Schalen zusammenhängen, ist glatt, rinnenförmig, ohne Zähne, das Schloßband äußerlich, der Fuß des Tiers beilförmig geknickt und mit einer großen Byssusdrüse versehen, durch deren Gespinst das Tier sich an Steinen, Pfählen u. s. w. festhält. In allen europ. Meeren die eßbare Miesmuschel (M. edulis, s. Tafe Aquarium, Fig. 11) sehr gemein und wird als Speise benutzt. Sie kommt selbst im Brackwasser bestens fort. An vielen Orten wird die violettblaue Muschel, deren gelbgefärbtes Tier auch als Köder für Fische benutzt wird, in der Weise gezüchtet, daß man Pfähle oder Holzwellen im Wasser befestigt an welche die jungen Muscheln sich ansetzen, die nach drei bis vier Jahren marktmäßige Größe erreichen. Vgl. Möbius, «über Austern⸗ und Miesmuschel⸗