Moab hieß das Volk und Land der Moabiter (s. d.). Letzteres bildete den südlichen, einst volkreichen Teil des ostjordanischen Gebirgslandes, mit fruchtbaren Hochebenen und gutbewässerten Geenden. Es wird nämlich von Schluchten und hälern durchzogen, welche sich westwärts absenken und am Ufer des Jordan und des Toten Meers zu kleinen Ebenen (4Gefilde Moabso) sich ausweiten. Der bedeutendste Fluß des Landes ist der Arnon, jetzt Wadi Modschib, der sich ins Tote Meer ergießt. Der Grenzfluß im Süden gegen Edom war der sog. Haidenbacho, jetzt Wadi el-Ahsi. Die drei Hauptstädte M.s hießen Ar-M. oder Rabbath-M., jetzt Rabba, Kir-M. GKerak?) und Kerioth, jetzt Kureijät. M. war ursprünglich vom emorit. Riesenstamm der Emim bewohnt, denen dann die Moabiter das Land wegnahmen. Diese saßen ursprünglich noch im Süden des Arnon und eigneten sich erst später das nördlich davon gelegene Gebiet zu, mußten jedoch schon zu Moses Zeit diese Nordhälfte, wenigstens teilweise, wieder den Emoritern überlassen, wie sich denn jetzt auch Jsraeliten (Rubeniter und Gaditer) in dieses Gebiet nördlich vom Arnon eindrängten.