Montabaur, Kreisstadt des Unterwesterwaldkreises im preuß. Regierungsbezirk Wiesbaden, Provinz Hessen-Nassau, auf einem Berge, an dessen Fuße der Aubach fließt, Station der Linie Siershahn-Limburg der Preußischen Staatsbahnen, Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat eine kath. und eine evang. Kirche, drei kath. Kapellen, ein schönes Rathaus, ein Gymnasium, ein kath. Lehrerseminar, eine höhere Töchterschule, ein Lehrerinnenseminar, ein bischöfl. Knabenkonvikt, ein großes Hospital und zählt (1880) 3510 meist kath. E., welche Wollspinnereien, Gerbereien und Ziegeleien unterhalten. In der Vorstadt Sauerthal ist eine Sauerquelle und in der Nähe ein Silberbergwerk, Eisensteingruben und große Thonlager. M. hieß ehemals Humbach und erhielt seinen Namen (Mons Tabor) von Erzbischof Dietrich von Trier um 1211.