FeedMontero (Lisardo)
GeschichteBrockhaus 1882

Montero (Lisardo), Vizepräsident von Peru, geb. 27. Mai 1832 zu Ayabaca, trat in die Marine, war beim Ausbruch des Kriegs mit Chile Kontreadmiral und wurde vom Diktator Pierola zum Chefe superior des Nordens ernannt. Nachdem ihn der Kongreß zum Vizepräsidenten erwählt, trat er dies Amt 15. Nov. 1881 an, verband sich mit dem General Caceres gegen den im nördl. Peru zum Präsidenten ernannten General Iglesias und schlug seine Residenz in der südl. Provinz Arequipa auf. Im Vertrauen auf eine Intervention der Vereinigten Staaten lehnte er 1882 und 1883 die chilenischen Friedensbedingungen ab und setzte den Krieg mit Chile fort. Doch wurden seine Truppen von den Chilenen geschlagen, und als Iglesias 1883 mit den Chilenen Teupee geschlossen hatte, marschierte eine chilenische Truppenabteilung gegen die Stadt Arequipa, um den letzten Widerstand niederzuwerfen. M. versuchte keinen Kampf und floh nach Bolivia, worauf sich die Stadt den Chilenen ergab. (S. Peru.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 843Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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