Montgelas (Maximilian Jos., Graf von), bayr. Minister, geb. zu München 12. Sept. 1759, aus einem aus Savoyen stammenden Geschlecht, studierte in Nancy und Straßburg, trat erst in kurbayr., dann in pfalzzweibrückische Dienste und wurde 1796 Wirkl. Geheimrat. Als 1799 der Herzog Maximilian Joseph von Zweibrücken Kurfürst von Bayern wurde, ernannte er M. zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten. M. war der stete Ratgeber seines Fürsten in allen wichtigen Angelegenheiten und erwarb sich namhafte Verdienste um die politische, administrative und geistige Hebung Bayerns. Im J. 1803 war er mit der Finanzverwaltung beauftragt; 1806 erhielt er das Ministerium des Innern; 1809 das der Finanzen; in demselben Jahre wurde er in den Grafenstand erhoben. Der Einführung einer Konstitution nicht geneigt, erhielt er 1817, als der König Maximilian Joseph sich zu derselben entschlossen hatte, seine Entlassung. Im J. 1819 ernannte ihn der König zum erblichen Mitglied der Kammer der Reichsräte. Er starb zu München 13. Juni 1838 und hinterließ zwei Söhne. Der ältere derselben, Graf Maximilian Joseph Philipp Wilhelm M., geb. 16. April 1807, war erblicher Reichsrat, sowie Direktor der bayr. Hypotheken⸗ und Wechselbank und starb 1. April 1870; der jüngere, Graf Ludwig Max Joseph M., geb. 19. März 1814, war längere Zeit bayr. Gesandter erst in Hannover, dann zu Berlin.