Montur (frz.), Montierung nennt man die Bekleidung des Soldaten. Diese wurde bis in das 17. Jahrh., gleich den Waffen, nicht vom Staate oder Soldherrn geliefert, sondern mußte von jedem Krieger selbst beschafft werden. Erst mit der Einführung stehender Heere übernahm der Staat die Sorge, seine Truppen, wie man es damals nannte, zu montieren, d. h. auszurüsten, welcher Ausdruck dann auf die Bekleidung beschränkt wurde. Da diese Bekleidung fortan gleichförmig geschah, so hat man auch M. mit Uniform gleichbedeutend gebraucht. Seitdem bilden die Montierungsangelegenheiten einen wichtigen Teil des Kriegshaushalts. Sie werden in den Heeren nach verschiedenen Grundsätzen betrieben; doch ist überall dafür ein Etat ausgeworfen. Man unterscheidet große und kleine Montierungsstücke: die erstern sind Rock, Mantel, Beinkleider, Kopfbedeckung; die letztern Halsbinde, Hemd, Fußbekleidung u. s. w. Die M. werden entweder in Montierungsdepöts gefertigt, nach jährlichen Kontingenten geliefert, oder von den Truppen, die dafür Geldvergütung erhalten, selbst beschafft, wozu Skonomiekommissionen bestehen. Die Mannschaften erhalten ein