Morata (Fulvia Olympia), eine der gelehrtesten Frauen des 16. Jahrh., geb. 1526 zu Ferrara, die ochter des Dichters Fulvius Peregrinus Moratus, wurde früh mit dem klassischen Altertum bekannt und hielt schon in ihrem 16. Jahre öffentliche Lehrvorträge in ihrer Vaterstadt. Sie verheiratete sich später mit dem deutschen Arzte Andreas Gruthler und zog mit ihm nach Schweinfurt, wo sie zur prot. Kirche übertrat. Bei der Plünderung der Stadt durch den Markgrafen Albrecht von Brandenbure verlor sie ihre Bücher und ihr Vermögen und sah sich genötigt, nach Hammelburg zu flüchten. Nachmals lebte sie zu Heidelberg, wo ihr Gatte Professor der Medizin geworden war. Sie starb daselbst 26. Okt. 1555. Eine Ausgabe ihrer zahlreichen Gedichte in griech. und lat. Sprache besorgte nach ihrem Tode Cölius Secundus Curio (Bas. 1558 u. öfter). Ihr Leben beschrieb Bonnet (deutsch von Merschmann, Hamb. 1860). „Moratalla, Stadt in der span. Provinz Murcia, in fruchtbarer Gegend links am Benamor, mit (1878) 11216 E., welche Tuch- und Leinweberei treiben und mit Wein und Olivenöl handeln.