Morgenstern (Christian), namhafter Landschaftsmaler, geb. 29. Sept. 1805 zu Hamburg, kam in seinem 14. Jahre zu Cornelius Suhr, mit dessen Panorama er 1818—22 Deutschland und Rußland bereiste. Hierauf wurde er 1823 in die Malerschule von Benedixr aufgenommen. Nachdem er bereits w1827 mit seinem Bilde: Eichen an einem Sumpfe, ein Stipendium gewonnen hatte, lebte er in Holstein bei Baron von Rumohr, bereiste 1827 Norwegen, besuchte dann einige Zeit die Akademie zu Kopenhagen und wählte 1829 München zu seinem ständigen Aufenthalt. Die Gebirgswelt von Berch⸗⸗ tesgaden und Salzburg, der Starnbergersee und das Elsaß waren die Fundgrube für seine malerischen Studien. Nachdem M. 1850 die Insel Helgoland besucht hatte, entstanden seine vielbewunderten Mondschein-und Sturmnächte. M. wurde 1842 Ehrenmitglied der Akademie in München, wo er 26. Febr. 1867 starb. M. liebte es, düstere Berglandschaften von nordischer Stimmung zu schaffen, wozu ihm seine kräftige Technik sehr dienlich war. Auch die Radiernadel wußte er geschickt zu gebrauchen, wie 12 Blätter, Landschaften in kleinerm Format, bekunden.