Moufang (Christoph), kath. Theolog und Mitglied der Centrumspartei des Deutschen Reichstags, geb. 12. Febr. 1817 zu Mainz. studierte zu Bonn Medizin, darauf zu Bonn und München Theologie, trat 1838 ins bischöfl. Seminar zu Mainz und er-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XI. hielt 19. Dez. 1839 die Priesterweihe. Er wurde 1851 Regens und Professor der Moral und Pastoraltheologie am Seminar zu Mainz, 1854 Domkapitular und bischöflich geistlicher Rat, 1855 Rat am bischöfl. Offizialat und trat 1862 als Vertreter des Bischofs von Mainz in die Erste hess. Kammer ein. Im J. 1868 wurde M. als Konsulator zu den Vorarbeiten des Vatikanischen Konzils berufen. Von 1871 bis 1873 war M. für den Wahlkreis Mayen-Ahrweiler, von 1874 bis 1881 für den Wahlkreis Mainz, seit 1881 für den Wahlkreis Wipperfürth⸗-Mülheim Mitglied des Deutschen Reichstags, wo er sich der Partei des Centrums anschloß und mit Entschiedenheit die deutsche Kirchenpolitik bekämpfte. Nach dem Tode des Bischofs von Mainz, Freiherrn von Ketteler (1877), wurde M. zum Bistumsverweser während Erledigung des bischöfl. Stuhls gewählt. M. veröffentlichte Aktenstücke betreffend die Jesuiten in Deutschlando (Mainz 1872), Die Mainzer Katechismen von Erfindung der Buchdruckerkunst bis zu Ende des 18. Jahrh. v (Mainz 1877) Kath. Katechismen des 16. Jahrh. in deutscher Spracher (Mainz 1881). Im Verein mit Heinrich redigiert er den zu Mainz erscheinenden «Katholiko.