Salze kommt 2100 m hoch aus einem Gletschersee am Geierjoch im NO. vom Gerlosberge und im N. der Zillerquelle. Der südliche oder die Krimler Ache kommt noch höher von den Krimler Tauern am Dreiherrnspitz, bildet vier Wasserfälle, von denen der oberste, der höchste in den deutschen Alpen, 220 m von einer Felswand donnernd und in Wasserwolken aufgelöst, in den Abgrund Derahstürzt, die andern in drei Absätzen 310 m tief herabfallen. Die so entstandene S. fließt zunächst ostwärts durch das düstere Längenthal Pinzgau (s. d.) über Mittersill, Taxenbach und Lend bis St. ohann, dann nordwärts durch das enge Querthal Pongau, weiterhin in dessen erweiterter ortsetzung über Hallein. Bei Salzburg, wo der lußspiegel noch 409 müber dem Meere liegt, verläßt der Fluß die Voralpen, tritt in die Ebene, in welcher aber das Flußbett noch immer steil eingerissen bleibt, geht über Laufen, Tittmoning gegen NW., zuletzt aber gegen NO. über Burghausen und mündet bei Winkelheim in 350 m Seehöhe. Die S. ist 315 km lang und von Hallein abwärts fahrbar, wird aber meist nur zum Holzflößen benutzt. Ihr Gebiet beträgt 6000 akm. Sie nimmt rechts 30 Zuflüsse auf, darunter bei Bruck die Fusch vom Großglockner her, bei Taxenbach die Rauriser Ache vom Rauriser Goldberge u. s. w. Linke Zuflüsse sind: der Abfluß des Zellersees; die vom Hirschbühl kommende Königsseer Ache, die bei Berchtesgaden den Abfluß des Königssees aufnimmt; die Saale (s. d.), die Sur, der Oichenbach aus dem Tachingersee.