Sarkom (grch.), Fleischgeschwulst, nennt man eine krankhafte, geschwulstförmige, fleischige Neubildung, welche den übergang von den gutartigen Geschwülsten (s. d.). bildet und sich durch einen außerordentlichen Reichtum an rundlichen oder spindelförmigen, in eine schleimige Zwischensubstanz eingebetteten Zellen auszeichnet. Die S., welche früher meist mit zum Krebs (s. d.) gezählt wurden, finden sich vorwiegend als weiche, umschriebene Geschwülste unter der Haut und den Muskeln, im Drüsen⸗ und Knochengewebe, wachsen entweder sehr langsam oder erreichen schnell eine enorme Größe und sind in diesem Fall möglichst früh und vollständig durch Operation zu entfernen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 243Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei