FeedSava
ReligionBrockhaus 1882

Sava, Saba (grch. Sabbas), serb. Heiliger, geb. 1169, hieß eigentlich Rastko und war der jüngste Bruder König Stephans des Erstgekrönten. Den Namen S. nahm er an, als er 1186 ins Kloster trat. Mit dem genannten Bruder gehört er zu den ersten serb. Schriftstellern (er schrieb eine Legende, ein Typikon, eine Liturgie u. a.) und gilt überhaupt für den Begründer der serb. Volksbildung. Er schuf 1192 das berühmte Kloster Chilandar auf dem Berge Athos, das lange Zeit die Hauptpflanzstätte der serb. litterarischen Thätigkeit blieb. Später wurde er der erste Erzbischof von Serbien (1221—34) und starb, von einer Reise nach Palästina zurückkehrend, zu Tirnowo 14. Jan. 1237. Zur Erinnerung an diesen S. stiftete König Milan von Serbien 1883 den Orden des heiligen Sava; er wird für Verdienste um Litteratur, schöne Künste, Schul- und Kirchenwesen verliehen und zerfällt in Großkreuze, Großoffiziere und Kommandeure. Das Ordenszeichen ist ein Stern, auf dem ein blaugerändertes, achtspitziges, weißes Kreuz ruht, in dessen Mitte das Bild des heiligen S. und zwischen dessen Armen der serb. Adler erscheint.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 266Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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