FeedTakövo
GeschichteBrockhaus 1882

Takövo, Dorf im Kreise Rudnik des Königreichs Serbien, bei welchem am Palmsonntag 1815 in einer Volksversammlung unter Milosch Obrenowitsch ein erneuerter Kampfgegen die Türken beschlossen wurde, der nun die definitive Befreiung Serbiens zur Folge hatte. Zur 50jährigen Erinnerung daran wurde 22. Mai 1865 vom Fürsten Michael III. Obrenowitsch ein Orden ohne besondere Namensbezeichnung für die noch am Leben befindlichen Teilnehmer an jenem Befreiungskampfe gestiftet. Derselbe ward gelegentlich des Ausbruchs des Serbisch⸗-Türkischen Kriegs 12. Juli 1876 vom Hürsten Milan IV. Obrenowitsch in einen selbständigen Orden unter dem Namen Ta kövo-⸗Orden umgeschaffen. Er hat nach der Stiftungsurkunde vom J. 1876 nur zwei Klassen, deren erste von Gold um den Hals, deren zweite von Silber auf der linken Brust getragen wird. Das vierarmige, achtspitzige und an den Spitzen mit Kugeln besetzte und zwischen den vier Armen von einem Andreaskreuz durchstoßene Kreuz zeigt auf seinem Medaillon den verschlungenen und gekrönten Namenszug M. O. III innerhalb weißen Spruchbandes, darauf in serb. Sprache Für Glauben, Fürsten und Vaterlando steht. Das Spruchband ist von zwei Palmzweigen kranzförmig unigeben. Auf der Kehrseite erscheint das serb. Wappen. Das Band ist rot mit weiß-blauer Einfassung. Später erhielt der Orden eine Ausdehnung in fünf, den Abstufungen des Ordens der franz. Ehrenlegion entsprechende Klassen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 450Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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