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HeilkundeBrockhaus 1882

Scanzoni von Lichtenfels (Friedr. Wilh.), berühmter Geburtshelfer und Gynäkolog, geb. 21. Dez. 1821 zu Prag, widmete sich auf der Universität daselbst mediz. Studien und wurde 1844 zum Doktor der Medizin und Chirurgie promoviert. Nachdem er einige Zeit als Sekundärarzt am Allemeinen Krankenhause gewirkt, wurde er 1846 Assistent an der geburtshilflichen Klinik und 1848 ordinierender Arzt der Abteilung für Frauenkrankeiten. Im J. 1850 ging er als Professor der Geurtshilfe an die Universität zu Würzburg, der er seitdem treu geblieben ist. S.s Ruf als praktischer Arzt wie als akademischer Lehrer reicht weit über Deutschlands Grenzen hinaus. Unter seinen wissenschaftlichen Leistungen sind besonders hervorzuheben: das «„Lehrbuch der Geburtshilfes (Wien 1849 fg.; 4. Aufl., 3 Bde., 1866), welchem ein cKKompendium der Geburtshilfesß (Wien 1854; 2. Aufl. 1861) folgte; ferner KLehrbuch der Krankheiten der weiblichen Sexualorganer (Wien 1856; 5. Aufl. 1876); „Die Krankheiten der weiblichen Brüste und Harnwerkzeuge » (2. Aufl., Prag 1859); 4Beiträge zur Geburtskunde und Gynäkologien (Bd. 1—4, Würzb.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 278Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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