Froriep (Friedr. Ludw. von), verdienter Arzt und mediz. Schriftsteller, geb. 15. Juni 1779 zu Erfurt, besuchte die Schulen zu Bückeburg und Wetzlar und studierte seit 1796 zu Jena, wo er 1799 die mediz. Doktorwürde erhielt und 1801 als akademischer Lehrer auftrat. Als eine Frucht eingehender Studien erschien sein «Theoretisch-praktisches Handbuch der Geburtshilfes (9. Aufl., Weim. 1832). Er folgte 1804 einem Rufe nach Halle, wo 1806 unter seiner Leitung das öffentliche Entbindungshaus eingerichtet wurde, wendete sich hier mehr der Naturgeschichte, vergleichenden Anatomie und Chirurgie zu und gab mit Meckel die deutsche Bearbeitung von Cuviers Vorlesungen über vergleichende Anatomiey (4 Bde., Lpz. 1809—10) heraus. Als Professor der Chirurgie und Geburtshilfe wurde er 1808 nach Tübingen berufen, wo er sich besonders durch Einrichtung einer geburtshilflichen Klinik verdient machte. Seit 1811 zum württemb. Leibarzt ernannt, ging er als solcher 1814 nach Stuttgart, 1816 jedoch als sachsen-weimar. Obermedizinalrat nach Weimar, um Bertuch in seinen Geschäften zu unterstützen, nach dessen Tode er 1822 das Landes-Industrie-Comptoir in Weimar für eigene Rechnung übernahm. In demselben Jahre begann er die Zeitschrift KNotizen aus dem Gebiete der Natur⸗ und Heilkunder, die er seit 1836 unter dem Titel Neue Notizen u. s. w.» mit seinem Sohne fortsetzte. Auch bearbeitete er Coopers Handbuch der Chirurgiey (2. Aufl., 4 Bde., Weim. 1831). F. starb 28. Juli 1847 zu Weimar. ½ (Robert), Sohn des vorigen, geb. 1804 zu Jena, wurde 1830 Professor der Heilkunde zu Jena und 1833 außerord. Professor der mediz. Fakultät, Prosektor und Konservator des pathol. Museums der Charité zu Berlin. Er trat 1835 als Medizinalrat und später als Mitglied der wissenschaftlichen Deputation des Ministeriums der Medizinalangelegenheiten in die Verwaltung ein, verließ aber 1846 den Staatsdienst und ging nach Weimar. Hier übernahm er nach seines Vaters Tode das Landes-Industrie-Comptoir, das er bis 1855 leitete, und starb 15. Juni 1861. F. hat sich in der mediz. Litteratur besonders durch mehrere geschätzte Kupferwerke einen Namen erworben. Dahin gehören: «Chirurgische Kupfertafelno (Weim. 1820), „Klinische ankheiteno (Weim. 1828), «Atlas der Hautkrankheiten » (Wien 1837), vor allem aber der schöne Atlas anatomicuso (Weim. 1850; 6. Aufl., ORr 1877). Von seinen sonstigen Arbeiten sind noch die Bemerkungen über die Heilwirkung der Clektricität' (Weim. 1843) hervorzuheben. Die von seinem Vater begonnenen Motizens setzte F. seit 1850 unter dem Titel «Tagesberichte über die Natur⸗ und Heilkunder fort. Grosch, Amphibie, s. Frösche. rosch, im Maschinenwesen soviel wie Hebedaumen oder Daumen (s. d.); in der Faßfabrikation der von den Enden der Dauben gebildete, über den Boden des Fasses hervorragende Rand; bei den Wagnern und Zimmerleuten die Stütze der Achsen, Schwungbäume, Balken u. s. w. Frosch ist ein in der Lustfeuerwerkerei gebräuchlicher Feuerwerkskörper, welcher aus einer in einer langen dünnen Papierhülse befindlichen Pulver⸗ „ladung oder Zündschnur besteht. Die Hülse wird tflach gedrückt und in Windungen von 4 em Länge „zusammengekniffen, jede Lage ist in der Mitte fest abgebunden. Am Anfang der Hülse ist Zunder tbefestigt, welcher die Ladung entzündet. Letztere schlägt nach und nach an den abgebundenen Stellen die Hülsen mit starkem Knall entzwei, wodurch der F. der Bewegung des entsprechenden Tiers ähnlich in die Höhe springt. [(geschwulst. geb. zu Neuburg bei Otting in Bayern, erlangte 1519 in Zürich das Bürgerrecht und errichtete hier, wo bis dahin nur zwei Bücher erschienen waren, eine Druckerei. Seine ersten datierten Drucke fallen in das Jahr 1521, und von nun an entwickelte er eine große Thätigkeit. Er verlegte die meisten Schriften Zwinglis, mit dem er befreundet war, sowie die anderer züricher Gelehrten. Im J. 1524 ging aus seinen Pressen die erste schweizer Bibel hervor, 1535 druckte er die englische, von Moses Coverdale übersetzte Bibel, 1525—64 erschienen bei ihm 27 Ausgaben der vollständigen Bibel und viele Abdrücke des Neuen Testaments. Sein Verlag umfaßte 601 Nummern. Auf die Ausstattung seiner Bücher verwendete er große Sorgfalt und ließ die Illustrationen von den besten Künstlern herstellen. Die Holzschnitte der engl. Bibel lieferte Sebald Beham. Sein Druckzeichen änderte er wiederholt, immer blieb jedoch der