FeedSchalken oder Schalcken (Gottfried)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Schalken oder Schalcken (Gottfried), ein Maler, der unter den Schülern und Nachfolgern Gerard Dows eine gute Stelle einnimmt, wurde 1643 zu Dordrecht geboren und lebte in der Zeit seiner Blüte ziemlich lange in England. Im J. 1691 erscheint er wieder im Haag als Mitglied der Schilderbent, wo er auch 16. Nov. 1706 starb. Seine Meisterschaft besteht in der Darstellung von Lichteffekten, die er auf die mannigfachste Art, durch Kerzen⸗, Lampen⸗ oder Feuerbeleuchtungen oder sonstwie im Sinne des Nachtstücks, hervorzubringen wußte. Seine Ausführung ist sorgfältig und glatt, bis in die kleinsten Einzelheiten zart behandelt; doch brauchte er in seiner spätern Zeit seinen Pinsel freier und entsprach dadurch eigentlich seinen realistischen Stoffen und Ideen besser. Außer England, wo seine Bilder oft vorkommen, besitzen die Galerien von Wien, München, Dresden, Amsterdam, Haag von seinen Arbeiten, die auch durch berühmte Meister vielfach gestochen und lithographiert sind. S. radierte selbst in Kupfer; doch sind seine Blätter selten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 295Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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