Schilter (Joh.), Rechtslehrer und deutscher Altertumsforscher, geb. 1632 zu Pegau, stand zuerst in sachsen-zeitzischen Diensten, wurde 1662 Amtmann in Suhl und später beim Konsistorium in Jena angestellt. In der Folge begab er sich nach Frankfurt a. M. und nachher nach Straßburg, wo er Ratsherr wurde und 14. Mai 1705 starb. Unter seinen Schriften sind die hauptsächlichsten: Exercitationes ad quinquaginta libros pandectarumy (3 Bde., Jena 1698; 3. Aufl., Frankf. 1733), Institutiones juris canonicio (Jena 1681), Institutiones juris publici Rom.-Germanicaer (2 Bde., Straßb. 1696), Codex juris feudalis Alemanniciy (Straßb. 1697). Seinen «Thesaurus antiquitatum Teutonicarumv gab Scherz (s. d.) heraus.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 360Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei