FeedStintzing (Roderich v.)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Stintzing (Roderich v.), Lehrer des röm. Rechts, geb. 8. Febr. 1825 zu Altona, studierte in Jena, Heidelberg, Berlin und Kiel die Rechtswissenschaft und ließ sich im Herbst 1848 in Plön als Advokat nieder. Im J. 1852 habilitierte er sich in Heidelberg als Docent für röm. Recht, 1854 wurde er ord. Professor für dieses Fach in Basel, 1857 in Erlangen, 1870 in Bonn. Am 13. Sept. 1883 starb S. durch einen unglücklichen Sturz während einer Ferienreise in den Allgäuer Alpen. Von seinen Schriften sind aufzuführen: Das Wesen von bona fides und titulus in der röm. Usucapionslehrer (Heidelb. 1852), «über das Verhältnis der Legis actio sacramento zu dem Verfahren durch sponsio praejudicaliso (Heidelb. 1853), Ulrich Zasius, ein Beitrag zur Geschichte der Rechtswissenschaft im Zeitalter der Reformationo (Basel 1857), ⸗Geschichte der populären Litteratur des römischkanonischen Rechts in Deutschlando (Lpz. 1867), schicht Donellus in Altdorfe (Erlangen 1869), 4Geschichte der deutschen Rechtswissenschafte (1. Abteil. München u. Lpz. 1880; 2. Abteil. aus dem Nachlaß Bedeutenng München u. Lpz. 1884). Seine bleibende edeutung liegt besonders in den ausgezeichneten Arbeiten zur Litterärgeschichte der Rechtswissenschaft.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 245Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Recht & Staat 6