Schwarzenberg-Ulanen und noch im Laufe des Feldzugs Rittmeister bei Radetzky-Husaren. Als Ssterreich sich 1812 mit Frankreich verbündete, nahm er den Abschied und lebte auf seinen Gütern, bis die Kriegserklärung gegen Napoleon im Aug. 1813 ihn wieder zu den Waffen rief. Er wurde als Rittmeister bei Klenau-Chevaulégers angestellt und Ordonnanzoffizier des Kaisers Franz. An den Schlachten der Hauptarmee nahm er rühmlichen Anteil, zuletzt bei Wachau, wo er das rechte Auge verlor; doch nahm er an dem Feldzuge von 1814 teil. Im J. 1815 wurde er Major und stieg im Frieden bis zum Feldmarschalllieutenant 1844. Nach der wiener Revolution von 1848 wurde er Kommandant von Krakau, Ende November aber zum Befehlshaber eines Korps von 8000 Mann ernannt, das bei Dukla in Galizien zum Einmarsch nach Oberungarn versammelt ward. Mit diesem schwachen Korps erkämpfte er gegen überlegene Streitkräfte der Ungarn Sieg auf Sieg, bis er, von mehr als dreifacher Überzahl umringt, von Kaschau einen meisterhaften Rückzug nahm. Jetzt erhielt er Befehl, sich mit der Hauptarmee des Fürsten Windischgrätz zu vereinigen, welchem er sodann die Schlacht von Käpolna gewinnen half; darauf befreite er den Banus bei Isaszeg. Nach der Unterwerfung Ungarns wurde S. General der Kavallerie, Kommandant des 2. Armeekorps und Höchstkommandierender in Mähren. Im März 1854 bei den Rüstungen Osterreichs in der orient. Frage erhielt er den Oberbefehl über die Erste Armee, im Juni den über die Vierte Armee (in Galizien). Im ital. Kriege 1859 befehligte er zuerst im adriatischen Küstenlande; als aber nach dem Rückzuge der Osterreicher hinter den Mincio die gesamten Streitkräfte in zwei Armeen geteilt wurden, trat S. an die Spitze der Zweiten, welche in der Schlacht bei Solferino den rechten Flügel bildete. Nach dem Frieden trat S. in den Ruhestand und starb 17. März 1862 zu Wien.