Schlözer (Kurd von), deutscher Diplomat, Enkel Aug. Ludw. von S.s, geb. 5. Jan. 1822 zu Lübeck, wo sein Vater, Karl von S., russ. Generalkonsul war, besuchte das dortige Göymnasium und widmete sich seit 1841 erst zu Göttingen, später zu Bonn und Berlin orient. und histor. Studien. Nachdem er eine Schrift über den ältern arab. Reisenden Abu-Dolef veröffentlicht (Berl. 1845), ging er nach Paris, um die dortigen Archive zu benutzen, worauf er wieder nach Berlin übersiedelte. Er wurde 1850 im Auswärtigen Amt in Berlin angestellt, war 1857 — 69 Legationssekretär in Petersburg, Kopenhagen, Rom, ging dann als Geschäftsträger nach Mexiko und wurde 1871 deutscher Gesandter Leim viepsirhen Seit 1882 ist er preuß. Gesandter beim päpstlichen Stuhl. Von seinen Schriften sind zu nennen: Choiseul und seine Zeitv (Berl. 1849), «Geschichte der deutschen Ostseeländer » (3 Bde., Berl. 1850 —53),Verfall und Untergang der Hansar (Berl. 1853), «Chasot. Zur Geschichte Friedrichs d. Gr. und seiner Zeite (1. und 2.Aufl., Berl. 1856), „Die Familie von Meyerno (Berl. 1855), Friedrich d. Gr. und Katharina II.v (Berl. 1859.